Kurven lieben: Dating jenseits der Norm-Apps
Warum sich viele mit Kurven auf gewöhnlichen Dating-Apps unsichtbar fühlen, und wie eine Community aussieht, in der Fülle kein Makel ist, sondern der Punkt.
Es gibt diesen Moment auf den üblichen Dating-Apps, den viele mit Kurven kennen: Man wischt, man schreibt, und irgendwo im Hinterkopf ist das leise Gefühl, dass der eigene Körper eher trotz als wegen gemocht wird. Ich habe lange in diesem Modus gelebt. Dieser Text ist für alle, denen das bekannt vorkommt.
Das Problem mit den Norm-Apps
Die großen Apps sind für einen Durchschnitt gebaut, den es so gar nicht gibt. Wer fülliger ist, bekommt weniger Sichtbarkeit, mehr unangenehme Kommentare und dieses ständige Gefühl, sich erklären zu müssen. Body Positivity steht dann in der Bio, aber gelebt wird sie selten.
Was sich ändert, wenn Fülle der Punkt ist
In der Feeder- und Feedee-Community ist Weichheit, Rundung und Genuss nicht der Makel, den man wegretuschiert, sondern das, worauf sich Menschen bewusst freuen. Das klingt für Außenstehende erst mal ungewohnt, fühlt sich aber für viele wie das erste Mal Durchatmen an. Kein Einziehen, kein Entschuldigen, kein „für meine Verhältnisse".
Wichtig, damit kein falsches Bild entsteht: Es geht um Konsens und um das eigene Tempo. Niemand muss zunehmen, niemand muss irgendetwas beweisen. Es geht darum, gesehen und gemocht zu werden, so wie man ist oder werden möchte. Mehr dazu in Feederism gesund erleben.
Wie du anfängst
- Schreib eine Bio, die zeigt, wer du bist, nicht eine, die sich rechtfertigt.
- Lade ein Foto hoch, auf dem du dich magst, nicht das schmalste, das du finden konntest.
- Such nach Menschen in deiner Stadt, die dieselbe Welt teilen.
Wenn dir das nach einem Ort klingt, an dem du nicht die Ausnahme bist: Schau dich um oder leg ein Profil an. Es ist ein gutes Gefühl, an einen Ort zu kommen, wo man nicht der Kompromiss von jemandem ist.
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