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22. September 2026 · 6 Min Lesezeit · von Alina

Zunehmen auf Distanz, unsere Weight-Gain-Story über Kilometer hinweg

Eine Feeder-Feedee-Geschichte, die online begann: wie man Nähe, Motivation und Genuss teilt, auch wenn man sich selten sieht.

Wir wohnen fast fünfhundert Kilometer auseinander. Am Anfang dachte ich, Feederism auf Distanz sei ein Widerspruch, wie soll das gehen, wenn keiner den anderen füttern kann. Ein Jahr später weiß ich: Es geht, und zwar überraschend intensiv. Das ist unsere Story.

Das gemeinsame Abendessen per Video

Unser Ritual ist simpel und ich liebe es. Wir kochen jeder für sich und essen zusammen vor der Kamera. Er sieht mir zu, ich ihm. Er fragt, ob ich noch einen Nachschlag hole, und meistens hole ich ihn, weil ich weiß, wie gern er das sieht. Klingt unspektakulär, ist aber die halbe Woche über der Moment, auf den ich mich am meisten freue.

Aus der Ferne verschiebt sich der Fokus. Es geht weniger ums Füttern mit der Hand und mehr um Worte, um Aufmerksamkeit, um das Gefühl, gesehen zu werden. Ehrlich gesagt hat mich das offener gemacht, als ein schnelles Treffen es je gekonnt hätte.

Motivation, die nicht nach Druck schmeckt

Ich bin eine, die sich leicht selbst sabotiert. Er hat einen Weg gefunden, mich zu motivieren, ohne dass es sich nach einer Aufgabe anfühlt. Kleine Nachrichten. „Wie voll bist du gerade." „Erzähl mir, was du heute genascht hast." Nie ein Soll, nie eine Zahl, die ich erreichen muss. Nur echtes Interesse, das mich seltsamerweise mehr genießen lässt als jeder Plan.

Wenn du selbst leicht in den Leistungsmodus rutschst, lies Feederism gesund erleben. Es hat uns geholfen, Genuss und Druck sauber zu trennen.

Die Treffen sind der Höhepunkt

Wenn wir uns dann sehen, meist alle paar Wochen, ist es wie ein langes, verwöhntes Wochenende. Er kocht, ich lasse mich versorgen, und wir holen alles nach, was per Video nicht geht. Er sagt immer, er merkt zwischen den Treffen, dass sich etwas verändert hat, an der Art, wie die Jeans sitzt, wie weich alles geworden ist. Ich mag diesen Moment des Wiedersehens fast am meisten.

Was Distanz uns beigebracht hat

  • Reden ist alles. Wer sich selten sieht, muss ehrlich sein, sonst wächst nichts.
  • Rituale schlagen Spontaneität. Das feste Video-Dinner trägt uns durch die Woche.
  • Genuss ist auch mental. Aufmerksamkeit sättigt manchmal mehr als der Teller.

Wir sind der Beweis, dass es nicht auf die Kilometer ankommt, sondern darauf, ob zwei Menschen sich dasselbe wünschen und ehrlich darüber reden.

Wenn du so jemanden noch suchst, fang hier an: Feeder oder Feedee finden. Und falls die passende Stadt für dich zählt, schau in die Übersicht nach Ort.

Namen und Details geändert.

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